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Somatic Experiencing (SE) ®

Wenn wir Menschen etwas erleben, das für uns in diesem Moment subjektiv wahrgenommen:

  • zu schnell geschieht
  • zu viel ist, oder
  • sich zu plötzlich ereignet,

verfügen wir naturgegeben über 3 Reaktionsmuster. Wir können:

  • kämpfen
  • fliehen und wenn das uns nicht möglich erscheint, oder nicht zur Lösung unserer inneren Anspannung führt, vermag unser Körper zu
  • erstarren.

Bei einer Traumatisierung sitzt die in dieser Erstarrung gebundene Energie noch im Körper des Menschen fest. Das biologische Wechselspiel zwischen Anspannung und Entspannung in unserem vegetativen Nervensystem hat sich noch nicht vervollständigt. Der Körper bleibt sozusagen auf diesem hohen Energielevel wie eingefroren. Das kann sich durch verschiedenartige Symptome zeigen, wie:

  • Herzrasen ohne medizinische Ursache
  • Zittern
  • Gefühl innerer Leere und Gedankenkreisen
  • Schlafprobleme
  • Magenbeschwerden
  • Atemnot
  • ständiger Bewegungsdrang, Ruhe erscheint dem Körper irgendwie gefährlich, obwohl der Kopf oft keine Erklärung dafür findet
  • depressive Symptomatiken
  • Angst- und Panikattacken
  • leichte (Über-)Erregbarkeit
  • stereotypes Wiederholen von Verhaltensmustern ohne Anpassungsfähigkeit an die aktuelle Situation
  • Suchtverhalten, Essstörungen

Der Körper, nicht der Geist, "erinnert" sich in diesen Fällen häufig zurück und reaktiviert (im Fachchinesisch: "triggert") Empfindungsmuster, die dem Denken oft unerklärlich und nicht steuerbar erscheinen, obwohl man sich die größte Mühe gibt. Das sich zunehmend einstellende Gefühl des Kontrollverlustes führt in der Regel zu intensiver werdender Angst und einer Verschlimmerung der Symptomatik. In der Folge verengt sich der Lebensbereich, in dem sich der Mensch noch als sicher erlebt, immer mehr. Er vermeidet es, Dinge zu tun, die ihn körperlich in diese, nicht steuerbar erscheinenden Zustände versetzen. Dass es sich hierbei um Traumafolgen handelt, wird leider oft weder von Betroffenen noch von professionellen Helfern erkannt.

"Das Trauma ist im Körper, nicht im Ereignis" (Peter Levine)

Die Traumatherapie nach Peter Levine (Somatic Experiencing®) löst die angesprochene eingefrorene Energie auf der Ebene der körperlichen Empfindungen schrittweise auf, ohne dabei in den retraumatsierenden Sog des "Alten" zu geraten. Somatic Experiencing® arbeitet stets im gehaltenen Bereich und pendelt nur bis an die Grenzen des Angenehmen, überschreitet diese jedoch niemals aktiv. Es ist somit zugleich eine sehr behutsame und wirkungsvolle Methode.

Mehr zur Methode erfahren Sie hier.

Neuroaffektives Relationales Modell (NARM™)

Neben Somatic Experiencing® arbeite ich bei der Behandlung von (frühen) Entwicklungstraumen mit dem bio-psychischen NARM™-Ansatz von Dr. Larry Heller. Das NeuroAffektive Relationale Beziehungsmodell (NARM™) geht von der Annahme aus, dass bei von Bindungspersonen aktiv oder durch Unterlassung bewirkten Schädigungen, das Kind zu seinem Schutz gezwungen ist, bestimmte adaptive Überlebensstrategien zu entwickeln, die seine Wahrnehmung von sich selbst, von Beziehungen und der Welt in der Folge nachhaltig verzerren. Eine häufige Form solcher Verzerrungen ist das gleichzeitige Erleben von Kontakt als tiefstes Bedürfnis und größte Angst. Auch die Wahrnehmung von Autonomie bzw. Abhängigkeit kann beispielsweise fortgesetzter Gegenstand von Ängsten, Selbstzweifeln, Scham- und Schuldgefühlen sein, die nicht selten nur hauchdünn mit plakativem Stolz überzogen sind. Bei diesen und anderen, die eigene Lebenskraft hemmenden Fortschreibungen von kindlichen Erfahrungen im Hier und Jetzt braucht es neben der Regulation neurophysiologischer Aspekte auch beziehungsgeleitete psychologische Neuverhandlungen dessen, was man selbst ist und sein möchte. Je mehr, aber auch behutsamer, sich der Zugang zu dieser tief verborgenen Lebenskraft wieder öffnet, ohne dass uns dabei die Gespenster der Kindheit erneut kidnappen, umso freier und handlungsfähiger erleben wir uns. Dabei hilft besonders die Entwicklung von Mitgefühl und Fürsorge für das innere Kind aus der Position des Erwachsenen heraus.

Mehr zur Methode und seinem Begründer erfahren Sie hier.

Integrale Somatische Psychologie (ISP™)

Aus der Sicht der Integralen Somatischen Psychologie (ISP™) sind alle Psychotherapieansätze wertvoll und fließen in einen weitaus umfassenderen gemeinsamen Betrachtungsrahmen ein, der auf dem Fundament der östlichen und der westlichen Psychologie ruht. ISP bietet klinisch Tätigen unterschiedlichster Couleur die Möglichkeit, effizienter zu behandeln, indem sie bei ihren Klienten mehr Verkörperung sämtlicher Körper fördern, aus denen sich die Psyche zusammensetzt.
Der Ursprung aller menschlichen Erfahrungen (Wahrnehmen, Denken, Fühlen, Erinnern, Vorstellen, Beurteilen, In-Beziehung-Treten und Reagieren) ist unser individueller grobstofflicher (d. h. physischer) Körper sowie der individuelle, auf der Quantenebene angesiedelte feinstoffliche (d. h. Energie-) Körper, die sich beide wiederum ständig in einer Wechselwirkung mit dem dynamischen kollektiven grob- und dem kollektiven feinstofflichen Körper befinden, der seinerseits jeweils in einen absoluten kollektiven Körper aus reinem Gewahrsein eingebettet ist. Die Beschäftigung mit dem Gehirn, so wertvoll sie auch ist, als dem A und O all unserer Erfahrungen – und in geringerem Umfang gilt dies auch für den individuellen grobstofflichen (physischen) Körper – hat den Verständnishorizont der westlichen Psychologie massiv eingeschränkt. Sie verkennt, dass es weitaus mehr Schauplätze gibt, an denen menschliche Erfahrungen entstehen und stattfinden und verschenkte damit zahlreiche zusätzliche Möglichkeiten, Menschen in Not zu helfen.

Unabhängig von unserem psychotherapeutischen Ansatz können wir Klienten bei kognitiven, emotionalen, Verhaltens- oder auch somatischen und spirituellen Problemen besser helfen, wenn wir mehr über die folgenden Punkte wissen: 

a) wie die drei Schichten des individuellen grobstofflichen Körpers, die fünf Schichten des individuellen feinstofflichen Körpers, der dynamische kollektive grob- und feinstofflichen Körper und der absolute kollektive Körper reinen Gewahrseins in ihrem Zusammenspiel unsere gesamten Erfahrungen hervorbringen;

b) wie die Regulierung des individuellen grob- und feinstofflichen Körpers durch schwierige Erfahrungen aus dem Tritt gerät und wie diese beiden Körper u. U. voneinander sowie von den drei kollektiven Körpern abgeschnitten werden und Symptome vielerlei Art entwickeln können; und 

c) was geschehen muss, um die Öffnung, Zugänglichkeit, Regulation und Balance des individuellen grob- und feinstofflichen Körper zu unterstützen und ihre Beziehung untereinander sowie zu den drei kollektiven Körpern zu verbessern.

Der Wert von ISP wird in Verbindung mit Themen verdeutlicht, die aktuell stark im Mittelpunkt des klinischen Interesses stehen: Bindung, Affektregulierung, Stress und Trauma.

Mehr zur Methode erfahren Sie hier.